Fahrradhelm Test – die besten im Vergleich

Fahrradfahren macht Spaß, ist gesund und hält Geist und Körper fit. Doch ein Unfall oder Sturz kann schnell zu ernsthaften Kopfverletzungen führen. Dass ein Unfall meist nicht gut ausgeht, erklärt sich wohl von allein. Abhilfe schaffen hier moderne Fahrradhelme. Sie bieten dank Hightech-Materialien ein Höchstmaß an Tragekomfort und schützen effektiv und zuverlässig bei einem Unfall.

Direkt zu den Testergebnissen: Unsere TestsiegerTestergebnisse ADAC | Testergebnisse Stiftung Warentest


Im Fahrradhelm Test 2016 / 2017 haben wir für Sie drei verschiedene Modelle namhafter Hersteller unter die Lupe genommen. Ebenso finden Sie bei uns die Testergebnisse des ADAC und der Stiftung Warentest.

 Unsere Fahrradhelm Testsieger

PlatzBildModellTechnologieGewicht (g)Preis

1

UVEX I-VO CC
Zum Testbericht
Micro Shell258EUR 46,95 bei

2

ABUS Urban-I v.2
Zum Testbericht
Micro Shell280EUR 61,24 bei

3

Alpina Mythos 2.0
Zum Testbericht
Micro Shell249EUR 68,92 bei

ADAC Fahrradhelm Test

Zwölf Fahrradhelme für Erwachsene wurden im April 2015 vom ADAC getestet. Erfreulich: Kein Helm fiel durch. Acht Helme erhielten das Testurteil „gut“, vier bekamen die Testnote „befriedigend“. Die Testergebnisse finden Sie in der folgenden Tabelle.

Testergebnis – Acht gute und vier befriedigende Fahrradhelme

Die 12 Testkandidaten unterschieden sich hinsichtlich der Bauform (8 In-Mold, 4 Hartschalen). Zwar erfüllten alle Helme die Mindestanforderungen der Euro-Norm 1078, doch es gab inbesondere bei der Stoßdämpfung deutliche Unterschiede. Der Fahrradhelm Test zeigte, dass die In-Mold Helme gegenüber den Hartschalen-Fahrradhelmen (Hardshell) einen deutlichen Vorteil bei der Dämpfung von Schlägen hatten. Auch bei den Testkriterien Komfort, Trageeigenschaften und Handhabung hatten die Hartschalen-Helme das nachsehen. Inbesondere die Belüftung und die verbesserungswürdigen Einstellmäglichkeiten (beides bauartbedingt) wurde vom ADAC bemängelt. Aus diesem Grund erhielten alle Hartschalenhelme maximal die Testnote „befriedigend“. Der ADC empfiehlt daher inbesondere die Modelle Certus K-Star (KED) und den Urban I V.2 Signal (Abus).

TestnoteBildModellTechnologieGewicht (g)Preis

1,7

KED Certus K-Star

Details

Micro Shell342EUR 69,95 bei

1,8

Abus Urban I V.2 Signal
-Details
-Testbericht
Micro Shell325EUR 60,69 bei

2,0

Giro Aspect

Details

Micro Shell291EUR 141,59 bei

2,0

Alpina E-Helm DeluxeMicro Shell330EUR 71,00 bei

2,3

Cratoni C-LoomMicro Shell377--- bei

2,3

Abus PedelecMicro Shell379EUR 78,78 bei

2,4

Casco Sportiv TCMicro Shell380EUR 77,96 bei

2,5

Giro Sutton MIPSMicro Shell373EUR 114,95 bei

2,9

POC CraneHartschale402EUR 84,93 bei

2,9

Uvex City VHartschale474EUR 103,51 bei

3,2

Bell Intersect CityHartschale528EUR 39,99 bei

3,2

Scott Torus PlusHartschale490EUR 47,00 bei

Quelle: adac.de, Zwölf Fahrradhelme im Test 04/2015

ADAC Top 3 Fahrradhelme im Detail

Der Testsieger – KED Certus K-Star

Der Certus K-Star von KED punktet inbesondere bei der Sichtbarkeit im Straßenverkehr. Der ADAC vergibt hier die Teilnote 1,7 und führt die Ergebnisse auf die sehr gute Reflektionsfläche des Helmes zurück. Wird der Helm angestrahlt, wird das Licht nahezu durch die komplette Helmfläche zurückgeworfen (retroreflektierend). Beim Kopfschutz ordnet sich der Certus K-Star ebenso im Spitzenfeld ein (1,7). Nur ein Helm ist in diesem Bereich besser (Giro Aspect). Zu guter letzt lobt der ADAC im Bereich der Trageigenschaften und der Handhabung die sehr gute Passform sowie die vielen Einstellmöglichkeiten. Dadurch lässt er sich an viele, individuelle Kopfformen anpassen.

Der zweite Testsieger – Abus Urban I V.2 Signal

Ganz knapp hinter dem Modell von KED landet der Urban I V.2 Signal von Abus. Damit kann er auch als zweiter Testsieger verstanden werden. Der ADAC vergibt im Fahrradhelm Test eine Gesamtnote von 1,8 („gut“). In allen drei Prüfkategorien machte er gute Figur. In puncto Erkennbarkeit erreicht er in der Signal-Variante dank der angebrachten Reflektoren das zweitbeste Ergebnis. Weiterhin punktet er durch sein geringes Gewicht (325g), eine gute Belüftung und viele Einstellmöglichkeiten ebenfalls in der Kategorie Trageeigenschaften und Komfort. Auch beim Kopfschutz kann der Urban I V.2 Signal überzeugen und erhält hier die Testnote 1,8. Hier gehts zum ausführlichen Testbericht.

Bester Kopfschutz – der Giro Aspect

Im Fahrradhelm Test des ADAC erreicht das Modell Aspect von Giro im Bereich Kopfschutz die beste Note (1,4, sehr gut). Kein Konkurrenzmodell ist besser. Leider müssen bei den anderen beiden Prüfkriterien kleine Abstriche gemacht werden. Bei den Trageeigenschaften und dem Komfort erhält der Aspect  die Teilnote 2,0. Diese Note ist auf ein fehlendes Insektenschutznetz und weniger Einstellmöglichkeiten (im Vergleich zur Konkurrenz) zurückzuführen. Am deutlichsten verliert der Giro Aspect allerdings im Bereich der Sichtbarkeit. Der Aspect verfügt lediglich über zwei kleine Reflektoren an der Hinterseite. Wer allerdings auf Sichtbarkeit keinen großen Wert legt (oder mit LEDs nachbessert) bekommt mit dem Giro Aspect einen sehr sicheren Helm in puncto Kopfschutz.

Video – ADAC Testergebnisse zusammengefasst

Wie hat der ADAC getestet?

Der ADAC Fahrradhelm Test basierte auf drei unterschiedlichen Testkriterien, die im folgenden näher erläutert werden

Kopfschutz (50%)

  • Stoßdämpfung gemäß DIN EN 1078
  • Festigkeit Kinnriemen nach DIN EN 1078
  • Abstreiftest nach DIN EN 1078
  • Festigkeit und Öffnen des Verschlusses unter Last (DIN EN 1078)

Handhabung, Trageeigenschaften und Komfort (40%)

  • Belüftung und Insektenschutz des Fahrradhelmes
  • Passform unterschiedlicher Probanden

Erkennbarkeit (10%)

  • Reflektorwirkung und Leuchtwirkung der Fahrradhelme

Stiftung Warentest Fahrradhelm Test

Letztmalig testete die Stiftung Warentest 18 Fahrradhelme im August 2015. Nur 3 Modelle konnten mit einem „gut“ aus dem Test hervorgehen. In den letzten Fahrradhalem Tests schnitten deutlich mehr Helme besser ab. Grund dafür sind neue und deutlich strengere Testanforderungen, die Stiftung Warentest erstmalig angewendet hat. Mehr dazu können finden Sie hier.

Testergebnisse im Überblick

Nur drei Helme erhielten das Qualitätsurteil „gut“ der Stiftung Warentest. Der Speedster-TC Plus und der Sportiv-TC Plus (beide aus dem Hause Casco) sowie der KED Crom. Die folgende Tabelle zeigt die Gewinner aus dem Fahrradhelm Test.

PlatzBildModellTechnologieGewicht (g)Preis

1

Casco Speedster-TC Plus

Details

Micro Shell379EUR 185,00 bei

2

Casco Sportiv-TC Plus

Details

Micro Shell376--- bei

3

KED Crom

Details

Micro Shell313EUR 60,25 bei

Quelle: test.de, Fahr­radhelme: Guter Schutz für 80 Euro

Testmodelle im Detail

Platz 1 – Casco Speedster-TC Plus

Der Casco Speedster-TC Plus geht als Sieger aus dem Fahrradhelm Test des Testinstituts hervor. Besonders gut schneidet er im Bereich der Handhabung und Komfort ab. Neben einer sehr guten Belüftung, ließ sich der Helm im Test ebenfalls sehr komfortabel Auf- und Absetzen. Auch die Einstellungsmöglichkeiten und damit der Tragekomfort überzeugten. Im Bereich des Unfallschutzes machte der Speedster-TC-Plus ebenfalls eine gute Figur. Besonders bei der Stoßdämpung, der Abstreifsicherheit, der Belastbarkeit von Riemen und Schloss und der Erkennbarkeit im Dunkeln zeigte er seine Stärken. Schadstoffe konnten die Tester übrigens auch nicht feststellen, sodass der Fahrradhelm auch in diesem Bereich Bestnoten erhielt.

Preis-Leistungs-Sieger – Casco Sportiv-TC Plus

Fast so gut wie der Speedster-TC Plus, aber deutlich günstiger ist der Sportiv-TC Plus zu haben. Im Bereich des Unfallschutzes kann der Sportiv-TC Plus ebenfalls mit sehr guten Werten überzeugen. Das betrifft besonders die Stoßdämpfung, Abstreifsicherheit und die Sicherheit im Dunkeln. Im Vergleich zum Speedster-TC Plus ist die Belastbarkeit von Riemen und Schloss jedoch ein wenig geringer. Im Bereich des Tragekomforts kann er ab wieder punkten. Sehr gute Werte erzielt er bei der er beim Auf- und Absetzen, sowie beim Kinnriemen und Verschluss. Passform und Belüftung werteten die Tester ebenfalls gut. Zu guter letzt wurde der Helm natürlich noch auf Schadstoffe getestet. Da keine Phthalate oder PAK (poly­zyklische aromatische Kohlen­wasser­stoffe) festgestellt werden konnten, erhielt der Fahhradhelm auch hier das Testurteil „sehr gut“.

Der Sportliche – KED Crom

Der KED Crom ist der sportlichste Helm unter den Top 3 der Stiftung Warentest. Beim Unfallschutz erzielt er inbesondere bei der Stoßdämpfung und bei der Belastbarkeit von Riemen und Schloss gute Werte. Im Test auf Abstreifsicherheit wird jedoch die erste Schwachstelle sichtbar. Hier vergeben die Tester nur die Note „ausreichend“. Auch die Sichtbarkeit im Dunkeln könnte besser sein (Note „befriedigend“). Im Bereich der Handhabung und Komfort, kann der Crom wieder zeigen was er kann. Als sehr gut empfanden die Tester neben der Gebrauchsanleitung auch die Passform des Helmes und den Tragekomfort. Für die Belüftung und das Aufsetzen des Helmes konnte der KED Crom die Note „gut“ erzielen. Wie auch seine Konkurrenten, weist der KED Chrom keine Schadstoffe im Form von Phthalate oder PAK auf (Testurteil „sehr gut“).

So hat die Stiftung Warentest getestet

Altes vs. neues Testverfahren

Die Testanforderungen der Stiftung Warentest wurden erstmalig verschärft. Das Ergebnis: deutlich weniger Helme konnten überzeugen. Der Hintergrund für die verschärften Anforderungen sind jüngste Forschungsergebnisse. Dabei wurde deutlich, dass bei bis dato üblichen Prüfungsanforderungen der Schutz der Schläfen- und Stirnregionen zu wenig Berücksichtigung fand. Ebenso wurden Rotationskräfte, die beim Aufprall entstehen können, nicht ausreichend erfasst.

Unfallschutz (50%)

Der Unfallschutz hat den größten Anteil an der Gesamtnote. Sie umfasst folgende Prüfkriterien:

  • Stoßdämpfung: Normprüfkopf im Fallprüfstand, Aufprall mit 21,6, 19,5 sowie 16,5 km/h (gemäß DIN EN 1078: 2014–04)
  • Erweiterte Stoßprüfung: Hybrid-III-Prüf­kopf, Berücksichtigung der zeitlichen Verläufe der linearen Beschleunigungen und der Rotations­beschleunigungen
  • Abstreifsicherheit: Versuch, den Helm nach vorn oder nach hinten vom Prüfkopf zu ziehen (10kg Gewicht)
  • Belastbarkeit von Riemen und Schloss

Handhabung und Komfort (30%)

  • Gebrauchsanleitung (Lesbarkeit, Sicherheitshinweise)
  • Einstellungsmöglichkeiten des Fahrradhelmes
  • Passform (Kinnriemen, Verschluss)
  • Sichtfeld und Belüftung

Hitzebeständigkeit (10%)

  • Beurteilung bei großen Temperaturveränderungen (4h bei 75°C und Abkühlen auf Raumtemperatur)

Schadstoffe (10%)

  • Analyse hinsichtlich Phthalate sowie auf PAK (poly­zyklische aromatische Kohlen­wasser­stoffe)

Weitere Informationen zu den Testabläufen finden Sie hier.

Fahrradhelm – Ja oder Nein?

Seit Ende der Siebziger Jahre gibt es in Deutschland eine Diskussion um die Helmpflicht für Fahrradfahrer. Manche erwachsene Pedalritter benutzen den Kopfschutz auf freiwilliger Basis. Die meisten Freizeitradler oder Radfahrer, die auf dem Weg zur Arbeit sind, laut Statistik 55 %, sind jedoch wahre Helm-Muffel. Doch wenn es um Sicherheit geht, endet hier der Spaß und die Vorteile liegen klar auf der Hand. Bei einem Sturz oder Unfall wird das Risiko für Wunden und Frakturen am Kopf um rund 30 % gemindert. Mit auffälligen Farben, Reflektoren und integrierter Leuchte am Helm werden sie zudem von anderen Verkehrsteilnehmern eher gesehen und beachtet. Vor allem die Kinder sollten im Straßenverkehr einen Kinderfahrradhelm tragen, welcher gut gesehen wird.  Aber nicht alle Fahrradhelme halten auch das, was sie wirklich versprechen. Wir haben daher in unserem Fahrradhelm Test eine Auswahl von empfehlenswerten Helmen für Groß und Klein für Sie bereitgestellt.

Die richtige Passform

Kopfumfang muss zum Helm passen

Die im Handel erhältlichen Helme bieten einen hohen Tragekomfort. Doch nicht jeder Schutz passt gut auf jeden Kopf. Er muss optimal auf den Träger abgestimmt sein. Die Helme der großen Hersteller wie UVEX, Giro,  KED, Bell oder auch Abus fallen jedoch teilweise sehr unterschiedlich aus. So kann es schon mal vorkommen, dass Helme der Größe „L“ unterschiedlich groß ausfallen. Achten Sie daher beim Kauf stets auf die Angabe des Kopfumfangs im Helm. Als Richtwert können Sie folgende Angaben verwenden:

HelmgrößeKopfumfang
XS51-54 cm
S55-56 cm
M57-58 cm
L59-60 cm
XL61-62 cm
XXL62-64 cm

So sitzt der Helm richtig

Kopfring einstellen

Checkliste zur richtigen Passform

  • Kopfring ist per Einstellrad oder Raster an Kopfumfang angepasst
  • Der Helm bedeckt Stirn, Schläfen und Hinterkopf
  • Der Helm behindert nicht das Sichtfeld oder rutscht nach vorne
  • Der Helm rutscht bei geschlossenem Gurt nicht nach hinten
  • Das Gurtband bildet ein Dreieck um die Ohren
  • Der Verschluss liegt eng an und direkt unter dem Kinn
  • Der Helm lässt sich nicht ohne Kraftaufwand auf dem Kopf hin und her verschieben
  • Bei korrektem Sitz beträgt der Abstand zwischen Helmrand und Nasenwurzel nur zwei Fingerbreit

Fahrradhelm Passform
Ist die Helmgröße gefunden, geht es an die Feinjustierung. Der Fahrradhelm sollte bei richtiger Einstellung auf Ihrem Kopf nicht wackeln und gerade (waagerecht) sitzen. Stellen Sie den Kopfschutz so ein, dass er weder zu weit zur Stirn, noch zu weit in den Nacken rutschen kann. Der Helm sitzt richtig, wenn er Schläfen, Stirn und Hinterkopf bedeckt. Im nächsten Schritt sollten Sie den Kopfring einstellen. Je nach Hersteller verfügen die Fahrradhelme über verschiedene Einstellmöglichkeiten (Drehrad, Raster). Stellen Sie den Kopfring so ein, dass der Helm fest auf Ihrem Kopf sitzt, aber nicht drückt. Sie haben die richtige Einstellung gefunden, wenn Sie beim Abnehmen des Helmes (ohne Gurtsystem) einen festen Sitz wahrnehmen können. Wackelt der Helm oder lässt er sich auf dem Kopf drehen, muss dieser noch einmal nachjustiert werden.

Korrekter Sitz der Y-Riemen

Die Riemen oder das Gurtsystem eines Fahrradhelmes bilden ein „Y“. Die Riemen werden dabei seitlich um die Ohren herumgeführt. Dabei umrahmt das „Y“ die Ohren. Die Gurtlänge muss dabei so eingestellt werden, dass der Verschluss direkt unterm Kinn liegt. Das Gurtsystem ist richtig eingestellt, wenn sich der Helm nicht nach vorne oder hinten schieben lässt. Lässt sich der Helm immer noch weit nach hinten neigen (Stirn liegt frei), müssen die vorderen Gurtbänder angezogen werden. Lässt er sich jedoch weit nach vorne kippen (Hinterkopf liegt frei), müssen die hinteren Riemen fester angezogen werden. Achten Sie zudem auf breite, weiche und hautfreundliche Riemen, da diese einen besseren Tragekomfort haben.

Verschluss unter dem Kinn

Der Verschluss muss vorn mittig unter dem Kinn liegen, da er sonst bei einem Aufprall in Ihr Gesicht drücken würde. Zudem sollte er eng anliegen, aber nicht einschnüren. Der Verschluss ist korrekt eingestellt, wenn noch ein bis zwei Finger zwischen Verschluss und Kinn geschoben werden kann. Lässt sich der Helm allerdings noch leicht Auf und Ab bewegen, sollte der Verschluss bzw. die Einstellung der Gurtbänder nochmals kontrolliert werden. Dies gilt auch, wenn  der Verschluss ohne Probleme zum Mund gezogen werden kann. Tipp: Verschlüsse, die sich leicht öffnen und schließen lassen, vermeiden ein Einklemmen der Haut am Kinn.

Endkontrolle der Passform

Ist der Helm korrekt eingestellt, sollte der Abstand zwischen Nasenwurzel und Helmrand als Richtwert ungefähr zwei Fingerbreit betragen. Zudem sollte der Helm an keiner Stelle drücken oder die Luft abschnüren.

Hinweis: Vergessen Sie nicht beim Kauf des Helmes Ihre Sonnenbrille, denn Helm und Brille sollten sich beim gemeinsamen Tragen nicht behindern. Aber nicht nur die Passform des Helmes ist entscheidend, auch das Gewicht spielt hier eine große Rolle. Ein Helm darf natürlich nicht zu schwer sein und darf beim Fahrradfahren nicht stören.

Als Faustregel gilt: Es darf nicht mehr als eine Fingerbreite unter den Riemen passen. Auf keinen Fall darf sich der Helm mit geschlossenen Riemen von Ihrem Kopf entfernen lassen. Es ist also enorm wichtig, dass Ihr neuer Fahrradhelm optimal und gut passt. Nur so wird er auch gern von Ihnen getragen. Einen neuen Helm sollten Sie daher mehrmals testen, bevor Sie ihn kaufen. Mit einem Fahrradhelm Testsieger 2017 sind Sie immer gut beraten und werden sicher an jedes Ziel gelangen. Im folgenden Video finden Sie eine detaillierte Anleitung, wie Sie Ihren Fahrradhelm optimal an die eigene Kopfform anpassen.

Unterschied Microshell, Hardshell und Softshell?

Bei aktuellen Fahrradhelmmodellen haben sich zwei Bauformen durchgesetzt. Micro Shell und Hardshell. Beide Helmtypen besitzen eine innere Dämpfungsschale, unterscheiden sich jedoch hinsichtlich der äußeren Kunsstoffschale. Softshell Helme besitzen hingegen keine äußere Kunststoffschicht.

  • Die Dämfpungsschale besteht aus expandiertem Polystyrol (EPS). Dabei handelt es sich um einen Kunststoff, der sehr leicht ist und zudem durch Hitze in eine bestimmte Form gespritzt werden kann
  • Die äußere Kunststoffschale wird meist aus dem sehr widerstandsfähigen und harten Kunststoff ABS (Acrylnitril-Butadien-Styrol-Copolymer) gefertigt. Sie ist bei Microshell Helmen hauchdünn, bei Hardshell Helmen etwas dicker.

Microshell Fahrradhelme

Bei dieser Variante ist die äußere Kunststoffschale sehr dünn. Dadurch sind Microshell Helme im Vergleich zu Hardshell Helmen auch deutlich leichter. Zudem sorgt die Bauweise für eine bessere Belüftungsfunktion, da mehr Belüftungsöffnungen als bei Hardshell Helmen vorhanden sind.

Hardshell Fahrradhelme

Hardshell Fahrradhelme haben eine dickere äußere Kunsstoffschale und sind daher etwas schwerer als Microshell Helme. Er bietet aufgrund der dickeren Schicht, gerade bei hohen Geschwindigkeiten, einen besseren Schutz

Softshell (Weichschalen) Fahrradhelme

Diese Art der Bauart ist veraltet und daher nicht mehr empfohlen. Diese Weichschalenhelme haben keine keine harte Außenschicht. Die EPS-Dämpfungsschicht ist hier lediglich mit Stoff überzogen oder beflockt. Stürze mit diesen Modellen schützen zwar den Kopf, dennoch ist die Gefahr eines Schleudertraumas sehr hoch. Grund dafür ist die fehlende glatte Außenschicht, sodass die Helme auf dem Boden nicht „abgleiten“ können.

Konstruktionsverfahren – Unterschied In-Mold und Hardshell

Der Begriff Hardshell wird auch oft in Zusammenhang mit einem Konstruktionsverfahren gebracht. Die Namensgebung ist in diesem Fall etwas verwirrend, denn neben der Hardshell Helmart (dickere Außenschicht) wird Hardshell auch als ein Produktionsverfahren bezeichnet. Unter dem Hardshell Produktionsverfahren versteht man Helme, die aus zwei Teilen bestehen und meist miteinander verklebt werden. Beim In-Mold Verfahren wird der EPS-Kunsstoff (Dämpfungsschale) direkt in die harte Außenschale gespritzt, sodass diese untrennbar mit einander verbunden werden.

Aktuelle Prüfnormen der Fahrradhelme

Beim Kauf in EU-Ländern und in der Schweiz sollten Sie unbedingt auf die in der Innenseite angebrachte TÜV-, GS- und CE-Siegel achten. Sie müssen eine Prüfung der europaweiten DIN Norm EN 1078 bestanden haben. Die Kontrollen zeigen an, dass der Helm qualitativ und sicherheitstechnisch von unabhängigen Institutionen überwacht wird. Achten Sie beim Fahrradhelm-Kauf unbedingt auf das Vorhandensein dieser Prüfnormen.

Fahrradhelm Test gemäß DIN EN 1078

Die DIN EN 1078 (Helme für Radfahrer und für Benutzer von Skateboards und Rollschuhen) legt Anforderungen an und Prüfmethoden für Helme fest, die durch Benutzer von Fahrrädern, Skateboards und Rollschuhen getragen werden. Die aktuellste Fassung finden Sie hier.

Fahrradhelm nach DIN 1078Ein Fahrradhelm wird im Test auf einen Prüfkopf, der mit Sensoren ausgestattet ist, gesetzt und mehreren Schlagprüfungen unterzogen. Die Prüfköpfe samt Helm, mit einer Masse zwischen 3,1 und 6,1 Kilogramm, fallen aus einer Höhe von rund 1,5 Metern auf eine Ebene aus Stahl. Die Aufschlagsgeschwindigkeit beträgt hierbei 19,5 km/h. Zusätzlich müssen die Fahrradhelme bei diesem Test aus einer Höhe von rund 1,1 Metern auf ein dachförmiges Ziel fallen, ohne dabei Schaden zu nehmen. Die Aufschlagsgeschwindigkeit beträgt hierbei 16,5 km/h. Weiterhin wird die Festigkeit der Trageeinrichtung geprüft und ob sich der Verschluss des Radhelmes im Notfall mit einer Hand lösen lässt. Hat der TÜV den Fahrradhelm Test positiv bewertet, wird er eine Baumusterbescheinigung erstellen. Der Helmhersteller kann nun sein Produkt mit dem Prüfsiegel versehen und in den Handel bringen. Die Prüfnorm besagt zudem, dass im Helm auch ein Herstellerdatum ersichtlich sein muss, denn Kunststoffprodukte ermüden im Laufe von 5 – 7 Jahren und verlieren an Stabilität. Daher sollten Sie nach Ablauf dieser Frist und natürlich nach einem Sturz Ihren Fahrradhelm unbedingt austauschen, da nur dann Ihre Sicherheit bei einem Unfall gewährleistet werden kann.

Übersicht der Prüfkriterien gemäß DIN EN 1078

  • Flachkopfprüfung
  • Seitenprüfung
  • Sichtfeldprüfung
  • Statische und dynamische Prüfung
  • Abstreiftest
  • Temperaturprüfung bei -25 und +35 Grad Celsius

Unser Rat: Achten Sie beim Kauf unbedingt auf die vorhandenen Prüfnormen! Stellen Sie sicher, dass Ihr Fahrradhelm nicht zu alt ist und tauschen Sie diesen nach einem Sturz unbedingt aus.

Reinigung, Pflege und Austausch

Reinigung und Pflege – so reinigen Sie den Fahrradhelm

Von Zeit zu Zeit sollte der Fahrradhelm aus hygienischen Gründen gereinigt werden. Schweiß und Hautreste setzen sich in den Polstern fest. Aus diesem Grund können Sie bei nahezu allen modernen Fahrradhelmen die Innenpolster herausnehmen. Diese sind meist nur mit einem Klettverschluss befestigt und lassen sich daher einfach abziehen. Fast alle Hersteller empfehlen eine Handwäsche der Polster, damit sich diese nicht verformen. Ebenfalls sollten die Polster nicht in den Trockner gesteckt werden, sondern von allein trocknen. Um die Helmschale zu reinigen reicht es, diese mit einem Tuch und einer milden Seifenlauge abzuwischen. Verwenden Sie niemals lösungsmittelhaltige Reiniger, da diese die Kunststoffe des Helmes beschädigen können. Die Schutzwirkung wäre in diesem Fall nicht mehr hundertprozentig gegeben.

Wann sollte ein Fahrradhelm ausgetauscht werden?

  • Nach einem Sturz sollte der Fahrradhelm in jedem Fall ausgetauscht werden. Auch wenn keine Risse, Beschädigungen oder Brüche im Kunststoff erkennbar sind, kann die Stabilität beeinträchtigt sein. Aus diesem Grund ist es auch ratsam, keine gebrauchten Fahrradhelme zu kaufen. Denn nicht immer sieht man einem Helm einen Unfall an.
  • Auch nach einer gewissen Nutzungszeit sollte der Kopfschutz ausgetauscht werden.  Experten empfehlen hier alle drei bis fünf Jahre einen neuen Fahrradhelm zu kaufen. Die Kunststoffe unterliegen einem Alterungsprozess. Insbesondere UV-Licht kann das Material porös machen. Auch Lösemittel aus Klebstoffen beeinträchtigen die Stabilität. Aus diesem Grund sollte ein Fahrradhelm auch nicht mit Aufklebern verschönert werden.

Helmpflicht in Deutschland

Keine Helmpflicht in Deutschland – ist das noch zeitgemäß? Radfahrer mit Helm auf RadwegDas Fahrrad ist in Deutschland ein sehr beliebtes Fortbewegungsmittel. Und schon früher schützten sich die Radfahrer mit einer Sturzkappe oder Sturzring. Seit jeher gibt es daher eine Diskussion über die Helmpflicht in Deutschland. Auch wenn die Vorteile überwiegen, konnte bis dato keine Einigung erzielt werden. Nicht einmal zum Fahren der schnellen E-Bikes besteht eine Helmpflicht in Deutschland. Es besteht daher dringender Handlungsbedarf. In einigen anderen europäischen Ländern ist die Politik schon etwas weiter. Man hat erkannt, wie wichtig ein Kopfschutz im heutigen Straßenverkehr ist. In Österreich z.B. gibt es nämlich die Helmpflicht für Kinder. Und auch Sie als Erwachsener sollten auch bei uns mit gutem Beispiel voran gehen. Zweifelsohne wäre es beim Radeln vernünftig, einen Schutz zu tragen. Denn dieser kann bei einem Unfall Ihren Kopf vor Verletzungen bewahren und Ihr Leben retten.

Sind Sie für eine generelle Helmpflicht in Deutschland?

Kommen Sie sicher an Ziel mit den Fahrradhelm Testsiegern 2017 – wir wünschen allzeit gute und sichere Fahrt!

Ihr Fahrradhelm Test Team

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Fahrradhelm Test – die besten im Vergleich
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